Social Media for Business – Welche Kanäle machen Sinn für mein Unternehmen?

Die Palette der Social Media Plattformen ist über die Jahre immer bunter und vielfältiger geworden. Auf zusehends mehr Kanälen wird tagtäglich geshared, geliked und kommentiert. Für Unternehmen stellen soziale Netzwerke eine großartige Möglichkeit dar, schnell und kostengünstig mit einer riesigen Audience in Kontakt zu treten und relevante Zielgruppen für sich zu gewinnen.
Eine gute Social Media Platzierung hat schon so manch einer Marke zum entscheidenden Durchbruch verholfen.

Obgleich eine aktive Präsenz in sozialen Netzwerken jedem Unternehmen zu empfehlen ist, ist es zugleich ratsam sich vorab zu informieren, welche Kanäle sich für die eigene Marke am besten eignen.

Jede Plattform bringt ihre eigenen Spielregeln, demografischen Gruppen und Themenschwerpunkte mit sich. Den richtigen Mix für die eigene Strategie zu finden ist entscheidend, um mit möglichst wenig Aufwand den größten Effekt erzielen zu können.

Um Ihnen dabei zu helfen Ihre Marke bestmöglich in den sozialen Medien zu platzieren, haben wir kurze Profile der aktuell interessantesten Plattformen zusammengestellt.

Facebook

Mit 1,8 Milliarden (Stand Q4 2016) aktiven Nutzern weltweit ist Facebook aktuell das größte und einflussreichste soziale Netzwerk online. Die Seite, die als lokales Forum für Collage Studenten begann hat sich in den 13 Jahren ihrer Existenz zum virtuellen Treffpunkt Nummer eins entwickelt. Hier kann sich praktischer jeder mit jedem vernetzen und austauschen.

Privatpersonen und Firmen können gleichermaßen Gedanken, Ideen und Neuigkeiten teilen und sich auf eigenen Profilseiten inszenieren. In sog. Gruppen, können sich Leute mit gleichen Interessen kurzschließen und austauschen.

Facebook bietet Unternehmen eine Vielzahl an Möglichkeiten mit deren Zielgruppen in Kontakt zu treten, von der eigenen, kostenlosen Firmenprofilseite, auf der Updates, News und Bilder gepostet werden können, bis hin zu bezahlten Werbekampagnen inklusive detaillierten Datenanalysen.

Mit seinen enormen Userzahlen, dem breiten Themenspektrum und den zahlreichen Marketingoptionen sollte Facebook den Grundstein einer jeden Social Media Strategie darstellen, unabhängig von Größe oder Branche eines Unternehmens.

Twitter

Die Welt in 140 Zeichen – So oder so ähnlich könnte Twitter Motto lauten.
Knapp 320 Millionen User benutzen den Kurznachrichtendienst täglich, um in maximal 140 Zeichen langen Posts Bilder, Videos, Links und allgemein Nachrichten jeder Art zu versenden.

Die Kunst komplexe Inhalte in kompakte Nachrichten zu verpacken wurde durch Twitter revolutioniert. Daneben ist es möglich durch den Gebrauch von „@“ und „#“ bestimmte User, Firmen oder Themengebiete direkt anzusprechen.

Twitter ist eine großartige Plattform um interessanten Content schnell unter das Volk zu bringen und zu teilen. Wer jedoch nur auf die Verbreitung eigener Werbematerialen aus ist, wird es bei Twitter meist nicht weit bringen.

„Interaktion“ lautet das Motto auf dieser Plattform. So lässt sich Twitter auch hervorragend als Hilfsmittel zum Kundendienst nutzen, um mit Kunden zu interagieren und auf ihre Wünsche, Bedürfnisse oder Kritik einzugehen. Bei aktiver Pflege kann ein Twitter-Account gleichzeitig zur wahren Marktforschungs-, Marketings- und Kundenbindungs-Goldgrube werden.

Social Media Gesamtnutzer-Zahlen & Prognose (goo.gl/pkPAS2)

LinkedIn & Xing

Bei LinkedIn und seinem DACH-Raum Pendant Xing handelt es sich kurzgesagt um ein soziales Netzwerk für Professionals. Hier ist alles vertreten: Vom Uniabsolventen, der einen Berufseinstieg sucht über Einzelunternehmen bis hin zur Vorstandsvorsitzenden. Zweck beider Plattformen ist es Einzelpersonen mit Firmen, und Branchen untereinander zu vernetzen und einen professionellen Austausch, sowohl gedanklich als auch personeller Natur, zu fördern.

Schwerpunkte der Plattformen sind zweifelsohne die Personal- und Dienstleistungsvermittlung. Wer also nach fähigen Angestellten, oder umgekehrt nach der neuen Jobchance, sucht oder sein Dienstleistungsangebot direkt an Entscheider großer Firmen richten möchte, ist gut beraten sich hier ein Profil anzulegen.

Gerade das im Vergleich zu Xing deutlich internationaler angelegte LinkedIn ist ein Treffpunkt für high-profile Executives, die aktiv nach neuen Potentialen suchen. Als Unternehmer oder Arbeitsuchender hier ein aktiv gepflegtes und gut vernetztes Profil zu betreiben kann durchaus einen Aufstieg ins next level business mit sich bringen.

Ein professionelles Auftreten ist auf beiden Plattformen das A und O. Hier sollte geteilter Content stets seriös und wohl geplant sein.

Instagram

Auf dieser visuell ausgerichteten sozialen Plattform teilen täglich bis zu 600 Millionen User Fotos und Videos. Hier wird vor allem dem Hedonismus gehuldigt – Essen, Kunst, Mode und Reisemotive bilden die thematischen Schwerpunkte. Darüber hinaus bietet Instagram eine Vielzahl an Filtern und Videobearbeitungstools an, mit denen Postings noch zusätzlich auf Hochglanz gebracht werden können.

Vor allem auf Design und Genuss ausgerichtete Wirtschaftsbranchen sind auf Instagram stark vertreten. Was aber nicht bedeutet muss, dass andere Industriezweige hier nicht auch punkten können.
So kann es zum Beispiel auch ein Bauunternehmen mit ästhetisch ansprechendem und kreativem Content durchaus weit bringen. Dafür ist vor allem die Recherche und Nutzung passender Hashtags essenziell.
Der richtige Post am richtigen Platz kann über Instagram schnell zum viralen Hit werden.

Pinterest

Ähnlich wie bei Instagram geht es auch beim in Europa noch nicht so weit verbreiteten Pinterest zum größten Teil um Fashion, Food und Free-time. Nur das Prinzip ist ein etwas anderes. Pinterest lässt die User virtuelle Pinnwände erstellen, sogenannte Boards, auf die dann Content, vorzugsweise Bilder, gepinnt und in Kategorien unterteilt werden kann.

Besonders interessant für Unternehmer ist Pinterests „Rich Pin“ Funktion, bei der Fotos oder Videos mit zusätzlichen Informationen wie Rezepten oder Produktdetails ausgestattet werden können.

Pinterest ist im Vergleich zu Facebook und Instagram ein relatives Nischenprodukt, dessen Nutzung nicht für jede Branche Sinn macht.
Da Pinterest aktuell zum größten Teil von Frauen frequentiert wird, empfiehlt sich vor allem Unternehmen deren Produkte und Dienstleistungen auf ein weibliches Publikum ausgerichtet sind eine eingehende Beschäftigung mit den Spielweisen dieses Social Media Kanals.

YouTube

Die zu Google gehörende Video-Sharing Plattform ist in den zehn Jahren seit ihrer Gründung zu einer Marke für sich herangewachsen. Über eine Milliarde Nutzer weltweit nutzen das Portal um Videos hochzuladen, anzuschauen, zu kommentieren und zu teilen.

Neben den unzähligen Privat-Usern und den professionellen „YouTubern“ betreiben auch zahlreiche Unternehmen eigene Channels, auf denen sie sich mal mehr, mal weniger kreativ in Szene setzen.

Auf YouTube ist Kreativität King. Mit auf die eigene Zielgruppe, ihre Interessen und Bedürfnisse zugeschnittenen Videos können Unternehmen durchaus auch erfolgreiche Channels auf YouTube etablieren. Eine maßgeschneiderte Content-Strategie und ein mit zumindest semi-professionellem Video-Editing Fähigkeiten ausgestattetes Redakteursteam sind dabei das Fundament des Erfolgs. Gutes, intern betriebenes YouTube Marketing erfordert in der Regel einiges an Ressourcen, um zum Erfolg zu führen.

Eine gute Alternative dazu bietet die Zusammenarbeit mit sog. Influencern, populären YouTubern, die nicht selten Klickraten in Millionenhöhe auf ihre Videos ziehen. Mit geschicktem Product-Placement in solchen Videoproduktionen können kurz- bis mittelfristig teilweise grandiose Erfolge erzielt werden.

Snapchat

Die Idee von Snapchat ist eigentlich schnell erklärt: Panta rhei – Alles fließt. Anders als bei anderen Plattformen löscht sich der auf Snapchat geteilte Content nach maximal 24 Stunden selbst.

Es gibt drei Möglichkeiten auf Snapchat zu interagieren.
Zu einem können Bilder und Videos an Kontakte in der eigenen Freundesliste geschickt werden. Der Empfänger kann die Inhalte nach Öffnen der Nachricht bis zu 10 Sekunden sehen, bevor diese sich selbsttätig löschen.
Inhalte, die mit der Stories Funktion geteilt werden, bleiben sämtlichen eigenen Kontakten für maximal 24 Stunden sichtbar und können von diesen in dieser Zeit unbegrenzt oft angesehen werden. Als Stories gepostete Inhalte werden im Prinzip eines Daumenkino nacheinander abgespielt und entsprechen der Reihenfolge in der sie hochgeladen wurden.
Im Discover Feature wird Content namhafter Snapchat Partner wie Buzzfeed, MTV oder Vice in eigenen Channeln präsentiert. Diese Inhalte enthalten meist zusätzliche Funktionalitäten wie Links zu Webseiten oder Publikationen. Die Kosten einer solchen Partnerschaft liegen dabei im fünf- bis sechsstelligen Dollar-Bereich, pro Tag wohlgemerkt.

Auch ohne großen finanziellen Aufwand kann ein Einstieg bei Snapchat sich für Unternehmer durchaus lohnen. Mit dem eigenen Firmen-Account können Stories erstellt werde, um Follower zu generieren und die eigenen Marken und Produkte auf lockerere Wiese im Gedächtnis der Kundschaft zu halten. Durch die Vergänglichkeit des Content besteht auf Snapchat kaum Druck Hochglanzinhalte zu produzieren. Geteilter Content kann durchaus flapsig und locker sein. Hauptsache ist, die Follower fühlen sich unterhalten und verbinden den eigenen Channel mit positiven Emotionen. Von direktem Marketing ist hier abzuraten. Mit kreativen, außergewöhnlichen Ideen kann bei Snapchat hingegen stark gepunktet werden.

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.