Wie funktioniert SEO? Suchmaschinen­optimierung einfach erklärt!

18. 06. 2019
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SEO Wissen & Tipps
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Im Internet gibt es unzählige Dokumente, zu jedem beliebigen Thema. Geben wir zum Beispiel die Frage „Wie funktioniert SEO?“ bei Google ein, findet Google dazu ungefähr 2,7 Millionen Seiten, oder Dokumente. Und das ist nur der Teil des Internets, den Google gecrawled und indexiert hat. Also: jene Seiten, die Google gefunden und für wichtig genug erachtet hat, um sie in den Index aufzunehmen.

Wenn wir auf Google suchen, suchen wir nämlich nicht im Internet, sondern im Index von Google, also im von Google erfassten Teil des Internets.

Neben dem Crawlen und Indexieren von Webseiten, ist Aufgabe von Suchmaschinen auch diese enorme Anzahl an Dokumenten zu reihen und die relevantesten 10 Ergebnisse auf der ersten Seite der Suchergebnisse darzustellen.

SEO, oder Suchmaschinenoptimierung, umfasst alle Maßnahmen, die dazu führen, dass eine bestimmte Seite in diesen Suchergebnissen höher gereiht wird.

Dafür stehen uns drei große Hebel zur Verfügung: die Relevanz, die Beliebtheit, und die Nutzer Erfahrung. Über Relevanz und Beliebtheit kommt man auf die erste Seite. Wenn man erst einmal dort ist, kommt der dritte Hebel zum Einsatz: die Nutzer Erfahrung, oder User Experience.

Schauen wir uns diese drei Bereiche genauer an.

Die Relevanz

Die Relevanz bezieht sich in erster Linie auf den Inhalt einer Seite. Google versucht die Frage des Nutzers zu verstehen und ihm oder ihr genau jene Dokumente zu zeigen, die die Such-Intention am besten befriedigen.

Wir stellen also auch die Frage: Was ist die Intention hinter einer Suchanfrage?
Welche Wünsche, Probleme, Interessen und Fragen hat meine Zielgruppe?
Und: wie kann ich diese Fragen am besten beantworten.

Unser Ziel ist es genau die Art von Inhalt zu liefern, die der Zielgruppe den größten Mehrwert bietet. Das muss nicht nur Text sein, sondern können auch Listen, Videos, Bilder oder Applikationen sein.

Wenn unser Inhalt unter den relevantesten zu einem Thema ist, haben wir die besten Voraussetzungen für gute Rankings geschaffen.

Die Beliebtheit

Zu den meisten Themen gibt es aber nicht nur enorm viele Dokumente insgesamt, sondern auch viele hoch relevante Dokumente. Google braucht also noch einen weiteren Maßstab, um zu definieren, ob ein Dokument das Zeug zu einem Ranking auf der ersten Seite hat. Hier kommt die Beliebtheit ins Spiel.

Der Gedanke ist, dass ein Dokument, das relevant UND beliebt ist, wahrscheinlich wertvoller ist, als eines, das keine Aufmerksamkeit von außen bekommt. Diese Beliebtheit errechnet sich in erster Linie aus Backlinks: wie viele andere Seiten auf ein bestimmtes Dokument verweisen. Je mehr Links eine Seite bekommt, desto mehr Autorität hat sie. Hier ist nicht nur die Anzahl der Links ausschlaggebend. Die Qualität – also wie viel Autorität die Link-gebende Seite selber hat – und die thematische Relevanz sind von noch größerer Bedeutung.

Links sind als Empfehlungen zu verstehen. Die Empfehlung eines Experten ist in der Regel wertvoller, also die Empfehlung von jemanden, der keine Ahnung von der Materie hat. Genauso verhält es sich mit Links. Ein Link von einer thematisch relevanten Website, die noch dazu eine Autorität in ihrem Feld ist, bringt in der Regel mehr, als ein Link von einer unbekannten Link-Liste, die keinerlei Spezialisierung hat.

Die User Experience

Haben wir es nun geschafft, durch Relevanz und Beliebtheit, auf die erste Seite von Google zu kommen, kommt der dritte große Faktor ins Spiel: die Nutzer Erfahrung. Wie zufrieden sind Nutzer mit dem Ergebnis, das Ihnen Google anzeigt?

Zur Berechnung dieser User-Experience setzt Google künstliche Intelligenz ein, den sogenannten RankBrain Algorithmus. Darüber misst Google, wie glücklich User mit einer bestimmten Seite sind.

Wenn jemand nach etwas bestimmen sucht, auf das 1. Ergebnis klickt, aber innerhalb von 10 Sekunden mit dem Back-Button wieder zu Google zurück geht, um dort das 3. Ergebnis anzuklicken, ist das kein gutes Signal für den Erstgereihten. Bleibt der Nutzer auf der Website des Drittgereihten, schaut sich dort ein Video an, interagiert, klickt herum und meldet sich am Ende noch für den Newsletter an, ist das ein sehr gutes Signal für ihn.

Und wenn das häufig vorkommt, also, wenn eine Vielzahl der Nutzer ein ähnliches Verhalten an den Tag legt, wird Google den Erstgereihten abstufen und den zuvor Drittgereihten an erste Stelle geben, da die Nutzer mit diesem Ergebnis zufriedener sind.

Fazit

Wenn wir die ersten zwei Faktoren ernstgenommen haben und eine Seite von hoher Relevanz und Beliebtheit geschaffen haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Nutzer mit dieser Seite auch zufrieden sein werden.

Haben wir aber gemogelt, sind inhaltlich nicht wirklich auf die Zielgruppe eingegangen, sondern haben lediglich für Google geschrieben, und haben uns die Backlinks dazugekauft, ich die Wahrscheinlichkeit hingegen hoch, dass wir auf den letzten Metern hängen bleiben und es nicht über die Ziel Linie in die Top Positionen schaffen.

Um mit Suchmaschinenoptimierung erfolgreich zu sein, muss man also in erster Linie eines tun: den User in den Mittelpunkt stellen.