Per Remarketing können Nutzern, die schon einmal auf der eigenen Website waren, spezifischere Werbeanzeigen ausgespielt werden. Sei es per klassischen Display Kampagnen, Video Ads oder sogar Suchkampagnen.

Weil dazu aber Cookies im Browser des Users gesetzt werden, ist es laut DSGVO zwingend notwendig dafür das Einverständnis des Users einzuholen. Um das Einverständnis einzuholen, nutzen wir das Borlabs Cookie Plugin*. In Folge aktivieren wir die Google Analytics Ad Features aktivieren, die wir nur nach Abfragen der Einwilligung per  Google Tagmanager abschicken.

Google Analytics Werbefunktionen aktivieren & blockieren

Um Remarketing über Google Ads zu nutzen, bieten sich die Werbefunktionen in Google Analytics an. Werden diese aktiviert, werden Daten nicht nur an Analytics gesendet, sondern auch an DoubleClick weitergeleitet. Anschließend können in der Google Analytics Verwaltungsoberfläche Remarketing Zielgruppen angelegt werden, die schließlich per Google Ads bespielt werden können.

Weil es nicht möglich ist die Werbefunktionen von Fall zu Fall zu aktivieren, gehen wir den umgekehrten Weg. Wir aktivieren die Werbefunktionen für alle User, blocken allerdings die Datenweitergabe an DoubleClick per default und „entblocken“ nur die User die ihre Zustimmung geben.

1. Werbefunktionen aktivieren

Um die Werbefunktionen zu aktivieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir aktivieren die Werbefunktion der Einfachheit halber über den Tag Manager. Dazu einfach im Tag oder direkt in der Google Analytics Settings Variable die Display Advertising Features aktivieren bzw. auf „true“ oder „Wahr“ setzen.

Damit sind die Werbefunktionen grundsätzlich aktiviert.

2. Datenschicht Variable

Als nächstes legen wir eine neue Datenschichtvariable an. Wie wir diese nennen ist im Prinzip egal. Hilfreich ist ein deskriptiver Name. In unserem Beispiel nennen wir sie etwa ‘OptInGoogleRemarketing’.

data layer variable

Wichtig ist, dass wir hier als Standardwert „false“ angeben. Denn das hat zur Folge, dass später die Werbefunktionen zunächst per default blockiert werden.

3. Datenerfassung blockieren und erlauben

Um die Datenerfassung für Werbefunktionen, die wir in Schritt 1 aktiviert haben zu steuern, fügen wir im entsprechenden Tag bzw. der Settings Variable unter den „Festzulegenden Feldern“ ein weiteres Feld hinzu und nennen es „allowAdFeatures“.

Ist der Wert dieses Felds auf „false“ gesetzt wird die Datenerfassung blockiert. Lautet der Wert allerdings „true“, fließen Daten und Werbe-Cookies werden gesetzt.

Da der Wert flexibel blieben soll, schreiben wir hier weder „true“ noch „false“ hinein, sondern nutzen unsere Datenschicht-Variable aus Schritt 2.

Allow Ad Features Tag Manager

Damit sind die Werbefunktionen weiterhin grundsätzlich erlaubt, da wir unsere Datenschicht-Variable aber ja standardmäßig auf „false“ gesetzt haben, werden aber generell blockiert.

Einwilligung über Borlabs einholen

Das Borlabs Cookie Plugin nutzen wir nun, um die Einwilligung des Users einzuholen und in Folge unsere Datenschichtvariable auf „true“ zu setzen.

In der offiziellen Borlabs Dokumentation findet man eine Anleitung, wie man grundsätzlich das Borlabs Cookie Plugin in Verbindung mit dem Google Tag Manager aufsetzt.

Im Borlabs Backend legen wir in der Cookie Gruppe Marketing ein neues Cookie an und füllen die nötigen Informationen aus. Als Name geben wir „Google Marketing Services“ an. Anbieter ist, wie bei Analytics, auch die „Google LLC“ und der Zweck der Cookies ist es „Werbeanzeigen auf anderen Websites gezielter anzuzeigen, um Nutzern nur Anzeigen zu präsentieren, die potentiell deren Interessen entsprechen.“

Die Cookies, die durch Google oder DoubleClick gesetzt werden, sind üblicherweise 1P_JAR, CONSENT, IDE, NID, DV

Als Opt-In Code feuern wir nun unsere Datenschichtvariable ab und geben ihr den Wert „true“.

<script>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
window.dataLayer.push({
'OptInGoogleRemarketing': true,
});
</script>

Wichtig ist, dass diese Information in den DataLayer gepusht wird, bevor der Page View bzw. unser Event an Google gesendet wird. Weil Borlabs Cookies abhängig von der „Position“ der Cookie-Gruppen und Cookies abfeuert, müssen wir die Cookie Gruppe „Marketing“ VOR die Cookie Gruppe „Statistik“ reihen. Dazu einfach den Positionswert der beiden Gruppen im Backend anpassen.

Cookie Gruppen Borlabs

Klickt der User nun auf „Alle akzeptieren“ bzw. wählt selbst sowohl die Gruppen Marketing als auch Statistik aus, werden die per Default blockierten Werbefunktionen entblockt.

Testen

Um das korrekte Setup zu testen, kann der Tag Manager Preview Mode und das ziemlich praktische WASP.insepctor Chrome Plugin genutzt werden.

Akzeptiert der User alle Cookies sollte in den Tags sowohl „Enable Display Advertising Features“ als auch das Feld „allowAdFeatures“ auf true gesetzt sein.

In WASP sehen wir, dass der PageView sowohl an google-analytics.com als auch an doubleclick.net geht:

Akzeptiert der User aber nur die Cookie Gruppe Statistiken muss der Wert des Feldes „allowAdFeatures“ auf „false“ lauten.

In WASP sollte man dann sehen, dass nur der Tag an google-analytics.com gesendet wird, dürfte aber keine DoubleClick Domain finden:

Resourcen:

https://www.simoahava.com/analytics/allow-block-advertising-features-google-analytics/
https://support.google.com/google-ads/answer/9028179?hl=de
https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/analyticsjs/display-features
https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/analyticsjs/field-reference#allowAdFeatures

Disclaimer: Achtung! Für detaillierte und rechtsichere Informationen zum Thema DSGVO, ePrivacy oder zu allgemeinen datenschutzrechtlichen Fragen sollten Sie einen fachkundigen Rechtsanwalt für Datenschutz aufsuchen. Wir übernehmen keinerlei Haftung für eventuell resultierende Schäden aus der Nutzung bzw. Nichtnutzung der Informationen dieses Blogs. Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links.

Um Google Analytics datenschutzkonform auf der eigenen Website zu nutzen, ist nach aktuellem Stand wohl eine Einwilligung des Nutzers (Opt-In) erforderlich. Erst wenn dieser sein Opt-In gegeben hat, dürfen Daten gesendet und Cookies gesetzt werden.  Ein gängiges Plug-In um das auf WordPress basierten Websites umzusetzen ist das „Borlabs Cookie“ Plugin.*

Eine Möglichkeit um Google Analytics auf der eigenen Seite einzubinden ist der Google Tag Manager. Besonders wer mehr tracken will als den reinen Seitenaufruf, wird früher oder später auf diese Lösung stoßen, weil sich auch kompliziertere Tracking Setups deutlich einfach umsetzen lassen.

Das Google Analytics Setup via Tag Manager wird auch vom Borlabs Cookie Plugin unterstützt. In der offiziellen Borlabs Dokumentation gibt es dazu eine Anleitung, wie man das Borlabs Cookie Plugin für den Google Tag Manager aufsetzt.

Im Grunde wird dabei der „leere“ Google Tag Manager immer geladen. Die Einbindung über Borlabs als essentiell bzw. technisch notwendiges Cookie sorgt dann dafür, dass er auch in den Datenschutzeinstellungen unter dieser Cookie Gruppe auftaucht.

Um über den Tag Manager Google Analytics zu laden, wird dann einfach eine benutzerdefinierte Variable in den Data Layer gepusht, die schließlich im Google Tag Manager anstatt dem herkömmlichen Page View als Trigger genutzt wird, um den Seitenaufruf an Google Analytics zu schicken.

Events auch nur nach Opt-In senden

Wer aber eben nicht nur den Seitenaufruf trackt, sondern über den Tag Manager etwa auch Events, wie Klicks auf Telefonnummern und Email-Adressen, abgeschickte Kontaktformulare oder Newsletteranmeldungen schickt, wird schnell merken, dass dieses Basic Setup für eine DSGVO datenschutzkonformes Tracking nicht ausreicht.

Denn wer lediglich der Borlabs Doku folgt, aber Events weiterhin „ganz normal“ triggert, wird sehen, dass diese auch in Analytics auftauchen, wenn der User das Tracking abgelehnt hat.

„Normaler“ Event Trigger

Denn auch bevor man Events per Tag an Google Analytics schickt muss eben abgefragt werden, ob ins Tracking eingewilligt wurden. Zum Glück ist diese Information ja schon im Data Layer hinterlegt. Daher muss in den Borlabs Settings gar nichts geändert werden. Alle nötigen Änderungen kann man im Tag Manager durchführen.

Trigger-Gruppen nutzen

Am einfachsten funktioniert das, indem man die „normalen“ Trigger ganz einfach mit dem Benutzerdefinierten Ereignis Trigger, das für den normalen Page View nutzen in eine Trigger-Gruppe packen.

Dazu einfach im Tag Manager im Reiter „Trigger“ einen neuen Trigger erstellen und als Trigger Typ ganz unten unter “Sonstiges“ die „Trigger-Gruppe“ auswählen.

Dann kombiniert man einfach immer das Benutzerdefinierte Ereignis, das zuvor für den Page View erstellt wurde mit dem jeweiligen Event Trigger:

Trigger Group: Borlabs Custom Event Trigger + „normaler“ Trigger

Anschließend  wird dem jeweiligen Event Tag statt dem einzelnen Trigger die Trigger-Gruppe zugewiesen. Natürlich für jedes Tag, das Daten an Google Analytics überträgt:

Bevor Tags an Google Analytics geschickt werden, wird geprüft, ob der User eingewilligt hat.

Durch dieses Setup wird das Tag nur abgefeuert, wenn SOWOHL Einwilligung des Users – hinterlegt durch das Datenschicht Event – vorliegt, ALS AUCH der „normale“ Trigger greift.

Disclaimer: Achtung! Für detaillierte und rechtsichere Informationen zum Thema DSGVO, ePrivacy oder zu allgemeinen datenschutzrechtlichen Fragen sollten Sie einen fachkundigen Rechtsanwalt für Datenschutz aufsuchen. Wir übernehmen keinerlei Haftung für eventuell resultierende Schäden aus der Nutzung bzw. Nichtnutzung der Informationen dieses Blogs.Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links.

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Der 25. Mai 2018 soll in Sachen Datenschutz in der Europäischen Union eine Zeitenwende einläuten. Denn an diesem Tag wird die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft treten. Und anders als EU-Richtlinien wird die DSGVO als Verordnung direkt zu geltendem Recht und muss nicht erst von den einzelnen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

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Wer seinen Sitz in Deutschland oder Österreich (oder auch in anderen europäischen Ländern hat) für den gelten strenge Regeln beim Einsatz solcher Analyse Tools. Die Privatsphäre des Users muss berücksichtigt werden.

Zumindest die folgenden vier Punkte sollte man daher beachten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein:
• Eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google abschließen
Den User auf den Einsatz von Cookies hinweisen Google Analytics erst nach Opt-In laden
• IP-Adressen anonymisieren
• Eine Möglichkeit zum OptOut anbieten

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Um die Datenqualität in Google Analytics zu verbessern, sollte es Best-Practice sein, internen Traffic, also die eigenen Zugriffe auf seine Website vom Tracking auszuschließen. Denn diese blasen nicht nur die Anzahl an Sitzungen und Seitenaufrufe auf, sondern verfälschen auch Verhaltens-KPIs & Conversion Daten. Dazu müssen wir in Google Analytics aber irgendwie diese eigenen Zugriffe identifizieren.

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