Ende Mai hat Google begonnen ein größeres Update für seinen Algorithmus auszurollen: Panda 4.0. Wie immer erst im englischsprachigen Raum, mittlerweile aber auch auf anderen Sprachen.

Der „Panda“ genannte Teil des Google Algorithmus zielt auf die inhaltliche Qualität von Websites. Seit der Einführung 2011 gab es insgesamt schon 25 Updates, das jetzige, Panda 4.0 dürfte aufgrund der eigenen Versionsnummer ein größeres sein. Allerdings geht die SEO-Szene davon aus, dass Panda 4.0 etwas sanfter mit betroffenen Seiten umgehen wird und vor allem eine Grundlage für zukünftige Updates sein soll.

Panda Updates betreffen jede Sprache in unterschiedlichem Ausmaß. Auf Englisch sollen circa 7,5% aller Suchanfragen betroffen sein.

Mama, was macht der Panda da?

Googles Panda soll, wie schon erwähnt, inhaltlich minderwertige Seiten abstrafen, also Websites mit spammigen und anderweitig schlechten Content aus den vorderen Suchergebnissen verdrängen. Zwar wird schon seit Jahren gepredigt, dass Content King sei, trotzdem werden die Inhalte noch viel zu oft nachlässig behandelt.

Wer schon gute, einzigartige und umfangreiche Inhalte auf seinen Seiten hat, muss also wenig befürchten. Im Gegenteil man kann sogar hoffen, dass inhaltlich schlechtere Konkurrenz aus vorderen Rängen hinter die eigene Seite zurückgestuft werden.

Panda räumt die SERPs aufWer aber auf seinen Seite noch immer mit minderwertig aufbereiteten oder einfach nur “dünnen” Content stehen hat, muss sich Gedanken machen. Auch Seiten die mit Werbung überfrachtet sind, können betroffen sein.
Spätestens jetzt sollte man sich also Gedanken machen, selbst vernünftige Inhalte zu produzieren und anzubieten.

Guter Content sollte einzigartig und nicht zusammenkopiert sein. Auch sollten Texte in erster Linie für die User geschrieben sein und eben nicht für Suchmaschinen. Reine SEO Texte haben meist einen schlechten Stil.
Daneben geht es vor allem auch um Umfang und Aktualität. Wer nur drei Sätze von 2010 auf einer Page stehen hat, muss sich nicht wundern, wenn zahlreiche aktuelle Blogartikel vor der Seite ranken.

Aber auch wer schon gut fährt, sollte kontinuierlich seine Inhalte weiterentwickeln. Das nächste Panda Update kommt bestimmt

Gewinner & Verlierer

Die Verlierer des jetzigen Updates sind bisher vor allem Portale und Aggregatoren, die ihre Inhalte zum großen Teil von anderen Seiten beziehen und nur sehr wenig eigene Inhalte bieten. Auch Press Release Seiten scheinen Sichtbarkeit eingebüßt zu haben,

Zunächst hieß es übrigens, dass mit Ebay eine richtig große Seite massiv vom Panda Update betroffen sei. Mittlerweile geht die Community aber davon aus, dass es sich um eine manuelle Penalty handelt. Gewinner dagegen sind Seiten mit umfangreichen, oft redaktionell geschriebenen Inhalten.

Es ist Zahltag

Neben dem Panda Update wurde auch ein kleineres Update ausgerollt. Pay Day Loan 2.0 zielt auf Märkte und Keywords, die für BlackHat SEOs (noch) besonders attraktiv sind. Das sind vor allem die Bereiche Onlinekredite, Erotik, Glücksspiel und Medikamente. Hier kamen bisher noch besonders viele Seiten durch Spamtechniken in den Index. Das soll sich jetzt ändern.

Der Pinguin wartet schon

Neben Panda ist Penguin unter Webmastern ein weiterer gefürchteter Google Algorithmus. Damit straft der Suchgigant Websites mit viel Backlink-Spam ab. Zum Beispiel billig eingekauften Spamm von russischen Linkfarmen. Im schlimmsten Fall verschwindet eine Seite dann ganz aus dem Index.  Auch hier erwartet die Community demnächst ein Update.
Gegen den Pinguin sind Panda Abstrafungen deutlich leichter zu beheben. Denn Texte auf der eigenen Homepage liegen im eigenen Einflussbereich. Spammy Backlinks wieder abzubauen bedeutet dagegen sehr viel Aufwand und ist oft recht langwierig.

Noch immer gibt es in vielen Unternehmen kein richtiges Bewusstsein, wie wichtig gute Inhalte und seriöses SEO wirklich sind.  Aber genau daraus können Websitebetreiber, die das verstanden haben, ihre Vorteile ziehen.

Die vierte Generation des Pandas ist da
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